Inbound-Marketing-Fehler: Welche typischen Fallstricke Sie unbedingt umgehen sollten?

Inbound-Marketing kann überaus effektiv und dabei höchst kosteneffizient sein. Ein Selbstläufer sind entsprechende Maßnahmen jedoch keinesfalls. Es erfordert einiges an Arbeit kombiniert mit dem passenden strategischen Ansatz, der obendrein immer wieder hinterfragt und gegebenenfalls optimiert werden muss, um langfristig erfolgreich Inbound-Marketing betreiben zu können. Zahlreiche Wirkungen und Wechselwirkungen gestalten die Angelegenheit nicht einfacher. Hier alles auf Anhieb richtigzumachen, bedeutet fraglos eine enorme Herausforderung.

Fehler bzw. weniger zweckdienliche Inbound-Marketing-Entscheidungen kommen vor. Selbst die Profis sind davor nicht vollkommen gefeit. Da Inbound-Marketing und dessen Performance jedoch kleinteilig messbar sind, können eventuelle Fehleinschätzungen schnell sowie datenbasiert revidiert werden. Damit wären wir bereits indirekt beim ersten typischen Inbound-Marketing-Stolperstein, den Sie unbedingt umgehen sollten: Vergessen Sie nicht, Ihre Aktivitäten zeitnah und fortwährend zu kontrollieren. Schließlich erhalten Sie mithilfe der hier erzielten Erkenntnisse die Chance, Ihre Strategie stetig zu verbessern.

Genau wie dieser typische Fallstrick bedeuten auch die weiteren im Folgenden aufgeführten Fehler, wenn sie nicht begangen werden, erhebliche Vorteile für Ihr Inbound-Marketing.

Kein oder erst spätes Inbound-Marketing-Controlling

Wenn Sie Tipps zum Inbound-Marketing lesen, ist das Messen der Performance fast immer ein Thema. Betreffende Hinweise sind allerdings vielerorts eher hinten angestellt. „Zunächst einmal muss das Inbound-Marketing doch komplett stehen, dann kann kontrolliert werden“, ist die landläufige Meinung. Falsch! Inbound-Marketing ist ein fortlaufender Prozess. Wenn Sie erst spät mit dem Controlling beginnen, haben Sie womöglich schon viel Zeit und Geld verschenkt.

Sie sollten Ihre Aktivitäten und deren Gelingen oder auch Misslingen von Anfang an genauestens im Auge haben. Nur so können Sie Ihr Inbound-Marketing überhaupt effektiv sowie kosteneffizient justieren und Ihre Strategie stetig weiterentwickeln – natürlich alles stets im konkreten Bezug auf die jeweiligen Ziele. Erst unter entsprechenden Voraussetzungen kann der Inbound-Ansatz sein volles Potenzial ausspielen.

Keine klaren Ziele haben

Was wollen Sie mit Ihrem Inbound-Marketing erreichen – mehr Sichtbarkeit für Ihre Marke, mehr Besucher auf Ihrer Website, mehr E-Mail-Abonnenten oder generell mehr Leads? Inbound-Methoden sind nur dann maximal zweckdienlich, wenn sie klare Ziele verfolgen.

Erst eindeutige Absichten ermöglichen es Ihnen, präzise Inhalte zu erstellen, die ihre Adressaten zu bestimmten Aktionen bewegen. Das kann das Herunterladen Ihres E-Books oder auch die direkte Kontaktaufnahme für ein Angebot sein.

Ohne klare Zielsetzungen und deren Verfolgung können Sie gar nicht wirklich definieren, ob Ihr Inbound-Marketing erfolgreich ist oder nicht. Effizientes Controlling wäre nicht möglich.

Fehlende Strategie

So verlockend es auch sein mag, einfach Inbound-Inhalte in die Welt zu setzen und auf das Beste zu hoffen, es funktioniert nicht. Damit Ihre Marketing-Bemühungen die betreffenden Ziele erreichen, müssen Sie eine klare Strategie verfolgen (zu der selbstverständlich auch die Zielsetzung gehört).

Ihre Inbound-Marketing-Strategie sollte als Teil Ihrer allgemeinen Unternehmensstrategie etabliert sein und geht weit über die bloße Ausspielung von Content sowie das Abwarten von Ergebnissen hinaus.

Ohne eine Strategie wissen Sie nicht, welche Ergebnisse Sie erwarten können. Ihre Inbound-Aktivitäten gleichen dann dem sprichwörtlichen Stochern im Dunkeln und sind kein effizientes Marketing.

Kurzfristiges Denken

Sie wollen mehr Leads bzw. Kunden und das am besten sofort? Derart prompte Ergebnisse sind im Business generell leider sehr seltensten. Ihr Unternehmen bzw. dessen Erfolg ist ein langfristiges Unterfangen – und genauso verhält es sich mit Ihrem Inbound-Marketing. Entsprechende Maßnahmen benötigen Zeit, um zu wirken und weiterentwickelt zu werden.

Denken Sie sehr kurzfristig und werfen Sie Ihre Aktivitäten schnell über den Haufen, wenn sie nicht binnen kürzester Zeit den gewünschten Effekt liefern, dann haben diese ihr Potenzial wahrscheinlich noch gar nicht entfaltet. Sie können deren Wirkung nicht nachvollziehen.

Auf der anderen Seite haben Sie unter einem langfristigen Blick die Chance, Ihr Inbound-Marketing über spezifische Auswertungen sehr zielgenau immer weiter zu optimieren. Es mag hin und wieder Rückschläge geben, diese machen ihre Strategie aber im Grunde nur schlagkräftiger.

Kein ausreichender Fokus auf die Kunden

Die besten Inbound-Marketing-Inhalte sind solche, die die Bedarfe ihrer Empfänger im jeweiligen Kontext exakt ansprechen und zu deren Lösung beitragen. Das können Sie selbstverständlich nur erreichen, wenn Sie wissen, an wen Sie sich wenden und was diese Zielgruppe braucht oder erwartet.

Ihr Inbound-Marketing richtet sich idealerweise an einzelne Buyer-Personas. Hierbei handelt es sich – vereinfacht ausgedrückt – um Datenprofile typischer (fiktiver) Personen einer Zielgruppe, die unter anderem konkrete Probleme und/oder Wünsche jener fassen. Letztere bearbeiten Sie wiederum mit Ihren Inbound-Angeboten.

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, um herauszufinden, wer Ihre idealen Kunden sind und was diese brauchen, gestalten Sie Ihr Inbound-Marketing besonders effizient.

Die Customer-Journey ignorieren

Zielgruppe bzw. Buyer-Personas und Customer-Journey hängen eng zusammen. Inhalte sollten nicht nur möglichst präzise auf die allgemeinen Anliegen Ihrer Zielkunden abgestimmt sein, sondern zudem spezielle Bedarfe zu verschiedenen Zeitpunkten des Kaufprozesses – oder eben der Kundenreise bzw. Customer-Journey – bedienen.

So wünschen sich Interessenten, die ganz am Anfang ihrer Kaufentscheidung stehen und vielleicht noch gar nicht wissen, welche Art von Produkt für sie infrage kommt, ganz andere Unterstützung als solche, die Ihre Angebote bereits in die engere Wahl genommen haben.

Wenn Sie Ihre (potenziellen) Kunden im Inbound-Marketing nicht exakt dort abholen, wo sie sich auf ihrer Customer-Journey gerade befinden, verschenken Sie eine Menge Potenzial.

SEO außer Acht lassen

SEO ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiches Inbound-Marketing. Warum? Ganz einfach: Heute hält tatsächlich ein Großteil aller (möglichen) Kunden, sobald jenen ein Problem oder ein Bedürfnis bewusstwird, zunächst online nach spezifischen Lösungen Ausschau. Dafür nutzen diese Personen meistens eine der großen Suchmaschinen als Ausgangspunkt.

Gutes Inbound-Marketing bzw. wirklich zielgruppenpräziser und detailliert auf die jeweilige Customer-Journey abgestimmter Content hat in aller Regel einen sehr positiven Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung. Das reicht allerdings längst nicht aus, damit Ihre Zielkunden Ihre Inhalte bei allen Suchen zu Wünschen oder Herausforderungen, bei deren Lösung Sie mit Ihren Unternehmensleistungen Abhilfe schaffen können, prominent im Ranking präsentiert bekommen!

Es müssen immer gewisse SEO-Grundlagen geschaffen werden – angefangen bei den perfekten Keywords über nutzerfreundliche Strukturen bis hin zu optimalen Ladezeiten.

Lead-Generierung und generell Conversions bzw. Call-to-Actions vergessen

Ihre Website funktioniert hervorragend und ist mit vielen wirklich hilfreichen Inhalten gefüllt, Sie verfolgen eine differenzierte Strategie und betreiben SEO. Nun sollte es doch eigentlich keine Stolpersteine mehr geben und Sie können tatsächlich nachhaltig von Ihrem Inbound-Marketing profitieren, oder? Das stimmt so weit – aber leider nicht unbedingt. Denn um Kunden zu gewinnen bzw. diese dazu zu bringen, Ihre Angebote wirklich zu kaufen, ist meistens noch etwas mehr erforderlich als passende Content-Mehrwerte. Sie sollten die Empfänger dieser aktiv motivieren, Conversions zu vollziehen, die Ihren Zielen entsprechen.

Das geschieht im Regelfall über spezifische Call-to-Actions. Dabei handelt es sich praktisch um Aufforderungen, etwas zu tun: Beispielsweise eine Produktseite zu besuchen, ein Dokument herunterzuladen, im Zuge dessen Kontaktdaten abzugeben sind, oder direkt Kontakt aufzunehmen. Es ergeben sich so tatsächlich enorm vielfältige Gelegenheiten, (eventuelle) Kunden genau in die Richtung Ihrer Inbound-/Unternehmensziele zu leiten, ohne sie einfach nur platt zu einem Kauf aufzufordern und sie damit womöglich zu vergraulen.

Gerade die Abfrage von Kontaktdaten (Lead-Generierung) hat immenses Potenzial. Dieses umfassend vorteilhaft zu nutzen, ist aber leider wieder einmal nicht einfach. Gerade Inbound-Anfänger überfordert es häufig, die gewonnenen Leads richtig zu qualifizieren und weiter mit interessantem Content zu versorgen (Lead-Nurturing), sodass jene schließlich immer weiter im Sales-Funnel nach unten rutschen.

Inbound-Leads nicht richtig nutzen

Wenn Sie innerhalb Ihres Inbound-Marketings effektiv Lead-Generierung betreiben und dementsprechend regelmäßig neue E-Mail-Adressen sowie vielleicht andere Kontaktdaten über Ihre Inhalte erhalten, wartet schon der nächste Fallstrick – oft besteht folgende Unsicherheit:

Was ist nun im nächsten Schritt zu tun, sollten die Kontakte direkt vom Vertrieb angesprochen werden? In den meisten Fällen ist letzteres keine gute Idee. Interessenten werden Sie bei einer zu schnellen Kontaktaufnahme eher abschrecken, als dass Sie jene von einem Kauf überzeugen.

Häufig ist Lead-Nurturing per E-Mail-Marketing eine gute Möglichkeit, Ihre Leads weiter durch den Sales-Funnel zu schicken und sie so zu qualifizieren bzw. diejenigen von ihnen mit echtem Kaufinteresse präzise herauszufiltern.

Neue Blog-Beiträge direkt in Ihr Postfach!

Verpassen Sie keinen unserer Blog-Beiträge.
Erhalten sie wertvolle Insights aus der Welt des Online-Marketings ganz bequem in Ihr E-Mail Postfach.

Nach oben